Neoplast

Neoplast

 

Magneten, die durch das Mischen von plastischen Bindesubstanzen und Pulver von Neodym-Eisen-Bor-Magneten erhalten werden, vereinen die hohen magnetischen Leistungen der auf der Basis seltener Erden erzeugten Magneten mit den Möglichkeiten der plastischen Magneten.

Die Verfahren, um NdFeB in Pulverform zu erhalten und mit plastischen Verflüssigern zu vermischen und zu pressen, sind gleichzeitig mit dem gesinterten NdFeB aufgekommen, wobei es aber erst in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Verbreitung gekommen ist. Das ist der Vielseitigkeit der verschiedenen Formen und Geometrien zu verdanken, die man mit den Spritz- oder Pressgussverfahren erhalten kann und die den Zusammenbau der Teile durch den Einsatz von Fertigteilen (Ringe oder andere komplexe Systeme) erheblich vereinfachen, denn sie sind in den Optimalkonfigurationen schon magnetisiert. Die Teile können mit hoher Genauigkeit gepresst werden, so dass die Toleranzwerte der Endvorrichtung gering gehalten werden können. Die Miniaturisierung einer Vorrichtung, die diese Magneten einsetzt, kann also sehr weit vorangetrieben werden, wobei die Leistungen des Materials und die Maßgenauigkeit in der Endvorrichtung weiterhin hoch sind. Durch das Umspritzen, das sich bei dieser Typologie von Magneten anwenden lässt, können weitere Produktionsprozesse vermieden und die Genauigkeit des Zusammenbaus weiter verbessert werden. Wo werden diese Magneten jetzt eingesetzt? In Elektromotoren, Linearantrieben und -motoren, in Systemen mit Hall-Sensoren, in den Reeds, bei den Magnetkupplungen. Die Höchsttemperatur, der sie ausgesetzt werden können, liegt über 150 °C, sodass den meisten Anforderungen aus dem Bereich der Automatisierung, der Sensorsysteme, des Fahrzeugbaus und der Messsysteme entsprochen werden kann.