MPN (NdFeB)

MPN (NdFeB)

 

Superstarke Magneten aus Neodym für den professionellen Einsatz

Neodym-Eisen-Bor (NdFeB) wird für starke Dauermagneten mit der heute verfügbaren höchsten Energiedichte verwendet. Das bedeutet, dass sich die Vorrichtung, bei der es eingesetzt wird, durch Höchstleistungen auszeichnet, und zwar hinsichtlich der Anforderung eines Zugmoments, einer mechanischen Kraft, einer Magnetfeldintensität u.a.m.

Es handelt sich dabei um eine zwischenmetallische Verbindung, die zu den Seltenen Erden gehört (Neodym) und ein Übergangsmetall (Eisen). Die Entwicklung von NdFeB hat zu Beginn der 80er Jahre begonnen, wobei das Material anfangs in der Industrie der Vorrichtungen für Rechner (Schwingspulenmotor) verwendet wurde, um dann in allen anderen Bereichen der Industrie eingesetzt zu werden: Brushless-Servomotoren, Linearmotoren, Lautsprecher, Systeme mit Magnetsensoren, Sputtering-Systeme (Magnetron), Geräte für die Magnetresonanz, rotierende oder lineare Magnetkupplungen. Das Material wird durch Sintern hergestellt, aber anders als bei keramischem Ferrit erfolgt das Sintern in einer trägen Atmosphäre. Der Magnet kann isostatisch im Ölbad oder mithilfe von Formen einem Druck ausgesetzt werden, wodurch eine axiale oder diametrale Ausrichtung gegeben wird. Anschließend wird er mit diamantbestückten Werkzeugen auf die erforderlichen Abmessungen und Formen zugeschnitten. Dank der hohen Energiedichte lassen sich sowohl eine hohe Restinduktion (also hohe Leistungen) als auch eine hohe Koerzitivstärke (also hohe Festigkeit gegenüber einer Entmagnetisierung) erzielen. Dank seinem guten Temperaturverhalten kann der Magnet bei Temperaturen bis zu über 200 °C eingesetzt werden. Er wird durch verschiedene elektrochemische Verfahren (Vernickelung, Verzinkung) bzw. durch Harze oder Produkte so geschützt, dass er mit einer aggressiven bzw. Lebensmittelumgebung kompatibel eingesetzt werden kann. Die Einsatzbereiche gehen von der Welt des Fahrzeugbaus (elektrischer Antrieb, Belüftung, Handling, Sensoren), des Gerätebaus (Motoren, Pumpen, Kompressoren), des Transportwesens (Motoren für den Eisenbahnbereich, Magnetschwebesysteme) und des militärischen und Raumfahrbereichs über Automatisierungs- und Verpackungsmaschinen (Motoren, Sensoren, Magnetführungen), elektromedizinische Geräte, Geräte für den Lebensmittelbereich (aseptische Magnetkupplungen), Motoren, Sensoren, Messinstrumente (Schalter, Füllstands- und Geschwindigkeitsanzeiger) bis hin zur Schwermechanik (Hubsysteme, Magnetlager, Magnetschwebesysteme).