Ferplastic

Ferplastic 2018-09-10T15:54:45+00:00

 

Die plastischen Ferrite werde durch Mischen von plastischen Bindesubstanzen und Ferritoxiden erhalten.

Das Produktionsverfahren ist seit Ende der 50er Jahre bekannt. Gegenüber den keramischen Ferriten ist hier eine Vielzahl an verschiedenen Geometrien möglich, die mit Spritz- oder Pressgussverfahren erhalten werden: Eine Endbearbeitung ist normalerweise nicht erforderlich. Der Vorteil besteht darin, dass der Zusammenbau der Teile durch die direkte Verwendung fertiger Teile (Ringe oder andere komplexe Systeme) beträchtlich vereinfacht wird, die in ihrer Optimalkonfiguration schon magnetisiert sind. Die Teile können mit hoher Genauigkeit gepresst werden, sodass die Toleranzwerte der Endvorrichtung gering gehalten werden können. Die Miniaturisierung einer Vorrichtung, die diese Magneten einsetzt, kann also sehr weit vorangetrieben werden, wobei die Leistungen des Materials und die Maßgenauigkeit in der Endvorrichtung weiterhin hoch sind. Durch das Umspritzen, das sich bei dieser Typologie von Magneten anwenden lässt, können weitere Produktionsprozesse vermieden und die Genauigkeit des Zusammenbaus weiter verbessert werden. Dank ihrer hohen Beständigkeit gegenüber der Oxidation und chemisch aggressiven Stoffen ist diese Typologie von Magneten besonders für Anwendungen geeignet, bei denen es zu einem häufigen oder dauernden Kontakt mit Wasser oder aggressiven Flüssigkeiten kommt. Das thermische Verhalten ist sehr gut, das Material ist gegenüber mittelhohen Temperaturen (120 °C) beständig, wobei seine Koerzitivstärke auch bei zunehmender Temperatur nicht abnimmt, wie das dagegen bei den anderen Materialien der Fall ist.